Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Grüner Dreiberg feierte ihr zehnjähriges Bestehen – und das im großen Stil. Im Gemeindezentrum Kirchdorf kamen rund 70 Gäste zusammen, darunter prominente Vertreter aus Politik und Verwaltung, um die Erfolge der Kooperation zwischen den Gemeinden Bischofsmais, Rinchnach, Kirchberg und Kirchdorf zu würdigen. Der Festakt bot Raum für Rückblicke, Dankesworte und einen optimistischen Ausblick in die Zukunft.
Unter den Gästen befanden sich unter anderem Staatsminister a.D. Helmut Brunner, die Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Ebner und Martin Behringer, sowie der stellvertretende Landrat Helmut Plenk. Auch Vertreter des Amts für Ländliche Entwicklung wie der leitende Baudirektor Michael Kreiner und Sven Päplow, Sachgebietsleiter für Integrierte Ländliche Entwicklung, nahmen an der Feier teil. Die Altbürgermeister Michael Schaller und Alois Wenig sowie die amtierenden Bürgermeister Simone Hilz, Alois Wildfeuer, Robert Muhr und Walter Nirschl und zahlreiche Gemeinderäte unterstrichen die Bedeutung dieses Jubiläums.
Bischofsmais' Bürgermeister und Vorsitzender der ILE, Walter Nirschl, würdigte die vergangenen zehn Jahre als Erfolgsgeschichte der regionalen Zusammenarbeit. „Diese Gemeinschaft lebt von Freundschaften und der Leidenschaft aller Beteiligten“, betonte er. In seiner Ansprache ließ Nirschl die Geschichte der ILE Revue passieren – angefangen bei den ersten Gesprächen im Jahr 2010 bis hin zur offiziellen Gründung der ILE Grüner Dreiberg im September 2014. Im Jahr 2012 erfolgte ein öffentlicher Aufruf, um einen passenden Namen für die Gemeinschaft zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf den „Grünen Dreiberg“ – ein Symbol, das auf das Kloster Niederaltaich zurückführt und fest in den Wappen aller vier beteiligten Gemeinden verankert ist. Am 25. September 2014 unterzeichneten die Kommunen die Gründungsurkunde und machten ihren Zusammenschluss offiziell. Besonders hob er den Beitrag des damaligen ILE-Betreuers Franz Stark hervor und dankte Staatsminister a.D. Helmut Brunner, der die Gründung während seiner Amtszeit unterstützte.
Im Rückblick auf die ersten Jahre erinnerte Nirschl an zentrale Projekte wie die Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) und die Einrichtung von fünf Arbeitskreisen, die sich verschiedenen Aufgaben widmeten. Mit der heutigen Umsetzungsbegleitung durch Manuela Topolski im Jahr 2023 wurde die Struktur der ILE weiter gefestigt. Nirschl betonte, wie wichtig Förderprogramme für die Realisierung zahlreicher Projekte seien, darunter die gemeinsame Wärmeplanung und der Bau eines Kernwegs. Insbesondere das Regionalbudget habe dazu beigetragen, die Akzeptanz der ILE in den Gemeinden zu steigern. „Wir hoffen, dass die Unterstützung durch Fördermittel bestehen bleibt, denn Kürzungen schmerzen uns sehr“, appellierte er an die anwesenden politischen Entscheidungsträger.
Stellvertretender Landrat Helmut Plenk überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und sprach seine Anerkennung für die Leistungen der ILE aus: „Eure Erfolge sind beeindruckend und zeigen, was eine starke Gemeinschaft erreichen kann. Ich danke allen, die zum Wohle der ILE Grüner Dreiberg Verantwortung übernommen haben und dies auch weiter tun werden.“
Michael Kreiner, leitender Baudirektor und Leiter der Abteilung Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, würdigte in seiner Festrede das Engagement der ILE und lobte den Zusammenhalt der Mitgliedsgemeinden: „Sie haben gezeigt, dass Sie den Wandel und die Herausforderungen der letzten Jahre erfolgreich gemeistert haben. Die Ländliche Entwicklung wird Ihnen auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein.“ Gleichzeitig wies er auf die Herausforderungen durch Kürzungen der Fördermittel hin, lobte jedoch die Unterstützung der Abgeordneten und des Freistaats Bayern, die dazu beigetragen hätten, diese Belastungen zumindest etwas abzufedern.
Auch die Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Ebner und Martin Behringer sprachen der ILE Grüner Dreiberg ihre Anerkennung aus. Beide hoben die wichtige Rolle der Zusammenarbeit für die positive Entwicklung der Region hervor. Zum Abschluss des offiziellen Teils der Feierlichkeiten bedankte sich Regionalmanagerin Manuela Topolski bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Bürgermeistern, Gemeinderäten und den Kollegen der Verwaltungen und Bauhöfe. „Ohne das Engagement und die Unterstützung all dieser Menschen wären die zahlreichen ILE-Projekte nicht realisierbar. Nur durch diese enge Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz konnten wir die Akzeptanz der ILE in der Bevölkerung stetig erhöhen und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die regionale Entwicklung stärken“, betonte sie.
Nach den offiziellen Ansprachen ging der Abend nahtlos in den geselligen Teil über. Bei regionalen Köstlichkeiten vom Hubertusstüberl aus Schlag und Spezialitäten von „Selber Gmacht & Oafach guad!“ aus der Produktion von Anja Weishäupl konnten sich die Gäste weiter austauschen und das Jubiläum gebührend feiern. Eine kleine Ausstellung lud die Gäste dazu ein, auf eine Zeitreise durch die Geschichte der ILE zu gehen. Dort konnten die ersten Zeitungsartikel über die Gründung des Zusammenschlusses betrachtet werden, ebenso wie zahlreiche aktuelle Flyer und Dokumentationen zu den jüngsten Projekten. Diese Ausstellung bot einen anschaulichen Überblick über die Entwicklung der ILE Grüner Dreiberg und veranschaulichte eindrucksvoll, wie sich die Zusammenarbeit über die Jahre hinweg positiv entwickelt hat.