Schimmel? Nicht mit uns!

Rund 50 interessierte Zuhörer folgten der Einladung in die Schulaula der Grund- und Mittelschule Kirchberg, um sich beim Vortragsabend „Von der Ursachenanalyse zum Schimmelschock – Schluss mit Schimmel!“ umfassend über Ursachen, Risiken und Lösungen rund um das Thema Schimmel in Wohnräumen zu informieren.

Bürgermeister Robert Muhr eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste herzlich. In seinen einleitenden Worten betonte er die hohe Relevanz des Themas, das viele Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen betreffe. Schimmel sorge häufig für Unsicherheit, umso wichtiger sei es, fundierte Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Im Anschluss referierte Peter Richter von „Tonis SCHIMMELSCHOCK 5.1“, bekannt aus der VOX-Gründershow Die Höhle der Löwen. Richter schilderte eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte des Produkts. Im familiengeführten Malerbetrieb beschäftigen sich Toni und Sandro Heindl seit mehr als 35 Jahren mit Schimmelproblemen in Gebäuden. Aus der täglichen Praxis heraus kannten sie die Schwachstellen herkömmlicher Sanierungssysteme genau. Bereits 2004 entstand die Idee, ein eigenes, wirksames Produkt zu entwickeln. Nach mehreren Jahren intensiver Entwicklungsarbeit entstand zunächst ein vielversprechender Problemlöser, der sich im eigenen Betrieb bewährte. Ziel war es jedoch, ein anwenderfreundliches „Ready-to-use“-Produkt zu schaffen, das ohne Vorkenntnisse eingesetzt werden kann. So folgten die Schimmelschock-Spraydose, der verarbeitungsfertige 4,5-Liter-Eimer und schließlich die Weiterentwicklung zu „Tonis SCHIMMELSCHOCK 5.1“. Ein besonderer Meilenstein war der Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“, bei dem das Produkt die Investoren überzeugte. Gemeinsam mit Handelspartnern wird es inzwischen bundesweit vertrieben. Gerade in Zeiten hoher Energiekosten und zurückhaltenden Heizens steige das Risiko von Schimmelbildung, hier setze das Produkt als schnelle und unkomplizierte Lösung bei beginnendem Befall an.

Im zweiten Vortrag beleuchtete Wolfgang Kuchler vom Verbraucherservice die bauphysikalischen Hintergründe. Er machte deutlich, dass Schimmelpilz in Wohnräumen nicht nur die Gesundheit der Bewohner gefährde, sondern langfristig auch die Bausubstanz schädige. Entscheidend sei das Zusammenspiel von Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und baulichen Schwachstellen. Anschaulich erklärte Kuchler die Problematik von Wärmebrücken, gab Hinweise zum richtigen Lüften und Heizen sowie zur sinnvollen Möblierung, um kritische Bereiche nicht zusätzlich zu verschärfen. Bei tiefergehenden Schäden seien allerdings weiterführende Maßnahmen wie Putzabtragungen und bauliche Sanierungen erforderlich.

In seinem Schlusswort fasste Bürgermeister Robert Muhr die beiden Vorträge gekonnt zusammen. Er zeigte sich erfreut, dass mit „Tonis SCHIMMELSCHOCK 5.1“ ein innovatives, regionales Produkt aus Roding im Landkreis Cham vorgestellt wurde, das besonders bei anfänglichen Schimmelproblemen eine praktikable und dennoch langfristige Lösung biete. Gleichzeitig unterstrich er, dass die von Wolfgang Kuchler erläuterten baulichen Maßnahmen bei schwerwiegenderen Fällen notwendig seien und die Ursachen nachhaltig beseitigen müssten.

Für einen besonders bewegenden Moment sorgte eine Teilnehmerin aus dem Publikum. Nach zahlreichen fachlichen Nachfragen zu Wärmebrücken, Dämmung und Inhaltsstoffen appellierte sie eindringlich, Schimmelprobleme keinesfalls zu unterschätzen. Sie berichtete, selbst an ihrem Arbeitsplatz massiv von Schimmel betroffen gewesen zu sein. Die Belastung sei so stark gewesen, dass sie ihre Stelle habe kündigen müssen und noch heute unter gesundheitlichen Spätfolgen leide. Ihre persönlichen Worte machten deutlich, welche Tragweite das Thema haben kann.

Mit diesem eindrucksvollen Appell schloss Regionalmanagerin Manuela Topolski von der ILE Grüner Dreiberg die Veranstaltung. Der Abend zeigte: Informativ, praxisnah und lösungsorientiert den Weg von der Ursachenanalyse zum Schimmelschock der wertvolle Ansätze bot, um Schimmel in Wohnräumen dauerhaft vorzubeugen und wirksam zu bekämpfen.

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