Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Grüner Dreiberg hat im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Gemeindezentrum Kirchdorf Förderurkunden an 16 Projekte überreicht. Insgesamt wurden für das Regionalbudget 2025 29 Anträge eingereicht, die eine Gesamtförderung von 112.500 Euro benötigt hätten. Aufgrund von Kürzungen der Fördermittel von 100.000 auf 40.000 Euro war die Auswahl der Projekte durch das Entscheidungsgremium in diesem Jahr besonders herausfordernd. Dank angepasster Fördersätze konnte dennoch eine beachtliche Anzahl an Projekten berücksichtigt werden.
Feierliche Übergabe im Gemeindezentrum Kirchdorf
ILE-Vorsitzender und Bürgermeister von Bischofsmais, Walter Nirschl, begrüßte die anwesenden Projektträger und richtete besondere Grüße an seine Bürgermeisterkollegen Simone Hilz und Robert Muhr sowie an Sven Päplow vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern. Bürgermeister Alois Wildfeuer musste krankheitsbedingt dem Termin fernbleiben.
Regionalmanagerin Manuela Topolski moderierte die Veranstaltung und bedankte sich beim Musikverein Kirchdorf für die musikalische Umrahmung sowie beim Förderverein des Kindergartens Kirchdorf für die Bereitstellung der Häppchen. Im Anschluss stellten die Projektträger ihre geförderten Vorhaben vor.
Projektvielfalt aus allen Gemeinden
Unter den geförderten Projekten befanden sich vielfältige Maßnahmen aus den Gemeinden Kirchberg, Kirchdorf, Bischofsmais und Rinchnach. So plante der Dorfverein Ebertsried aus Kirchberg eine energetische Sanierung des Geräteschuppens und Freisitzes, um einen ganzjährigen Veranstaltungsraum zu schaffen. Der Waldkindergarten „Waldbienen“ legt ein Gemüse- und Obstbeet an, um den Kindern spielerisch die Natur und den Anbau von Nahrungsmitteln näherzubringen. Die Sportschützen Kirchberg erweitern ihre Jugendausstattung durch den Kauf einer Luftdruckpistole, um die sportliche Entwicklung der Jugendlichen im Schießsport zu fördern. Der Schi- und Laufclub investiert in einen neuen LKW-Anhänger zur besseren Organisation von Vereinsveranstaltungen. Dieser ermöglicht eine sichere Lagerung und den effizienten Transport von Sportgeräten und Veranstaltungszubehör.
Auch in Kirchdorf können nun verschiedene Projekte realisiert werden. Der Dorfverein Bruck erweitert den Spielplatz um eine Nestschaukel, um das Spielangebot zu bereichern und den Kindern eine zusätzliche, vielseitige Spielmöglichkeit zu bieten. Der Förderverein des Kindergartens investiert in Bewegungsgeräte für den Bewegungsraum, darunter Turnmatten, eine Sprossenwand und ein Kletternetz, um die körperliche Entwicklung der Kinder gezielt zu unterstützen. Der Schnupferclub Haid erwirbt einen Rasenmäher, mit dem die Mitglieder ehrenamtlich öffentliche Grünanlagen pflegen. Der Musikverein Kirchdorf schafft eine Bassklarinette an, um die Nachwuchsarbeit weiter zu fördern und jungen Musikern hochwertige Instrumente zur Verfügung zu stellen. Die Waldschützen Kirchdorf können mit der Förderung ein modernes Lasergewehr mit Zielscheibe anschaffen, um den Breitensport im Verein langfristig zu etablieren.
In Bischofsmais erhielten der Dorfverein Fahrnbach und der Dorfverein Hochdorf Unterstützung für den Bau eines neuen Dorfbrunnens. Die neuen Brunnen sollen nicht nur optisch das Ortsbild aufwerten, sondern auch als Treffpunkt für Bewohner und Besucher dienen. Ziel ist es, die Ortsmitten lebendiger zu gestalten und einen Raum für Begegnungen zu schaffen. Der Wallfahrts- und Förderverein St. Hermann investiert in eine Motorsense zur Pflege der Kirchenumgebung. Die ehrenamtliche Pflege der Fläche entlang der Kirchenmauer sorgt für ein gepflegtes Erscheinungsbild und trägt zum Erhalt des historischen Umfelds bei. Der Waldkindergarten „Woidkitz“ schafft dank der Fördermittel ein neues Lager für Spielgeräte und Holz. Dies ermöglicht eine sichere und ordnungsgemäße Aufbewahrung der Materialien und verbessert die Organisation und Pflege der Ausstattungen.
Die Gemeinde Rinchnach profitierte ebenfalls: Die Dorfgemeinschaft Gehmannsberg beschafft einen Rasenmäherbulldog zur Pflege öffentlicher Grünanlagen. Durch den Einsatz des Geräts kann der Verein die Mäharbeiten kostenfrei und ehrenamtlich durchführen, wodurch Ressourcen geschont und die Grünflächen nachhaltig gepflegt werden. Die „Flying Kiabull Klousda“ erweitern ihre Steeldart-Sparte durch die Anschaffung neuer Dartscheiben mit Autoscore. Dies fördert insbesondere die Jugendarbeit und bietet den jungen Mitgliedern eine moderne Trainingsmöglichkeit. Die Bergschützen Kasberg investierten in Licht- und Jugendgewehre zur Förderung des Schießsports. Dadurch wird die sportliche Entwicklung der Jugendlichen unterstützt und ihnen geeignete Ausrüstungen für das Training zur Verfügung gestellt.
Regionalbudget ist ein wichtiges Instrument
Regionalmanagerin Manuela Topolski betonte die Wichtigkeit des Regionalbudgets: „Die Vielfalt der Projekte zeigt, wie wertvoll diese Unterstützung für unsere Region ist.“ Auch Bürgermeister Nirschl hob in seinen Abschiedsworten die Bedeutung des Ehrenamts hervor und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement: „Es freut mich, dass wir mit dieser Förderung unkompliziert wertvolle Unterstützung leisten können.“
Mit der Übergabe der Förderurkunden endete die Veranstaltung, bei der erneut deutlich wurde, wie das Regionalbudget zur Stärkung des ländlichen Raums beiträgt und die Lebensqualität in der Region nachhaltig verbessert.