Was passiert, wenn plötzlich nichts mehr geht – gesundheitlich, beruflich oder familiär – und niemand weiß, was zu tun ist? Genau darum geht es bei der Informationsveranstaltung der ILE Grüner Dreiberg am Mittwoch, 12. November, um 19 Uhr im Gemeindezentrum Kirchdorf i.W. (Marienweg 9). Unter dem Motto „Notfallmappe: Offline-Lebensretter in einer Online-Welt“ erklärt Helmut Plenk, Geschäftsführer des VdK Arberland und Experte für Notfallvorsorge, wie wichtig es ist, rechtzeitig vorzusorgen – egal ob man 18 oder 80 Jahre alt ist.
Mit dem 18. Geburtstag endet die gesetzliche Entscheidungsbefugnis der Eltern. Ab diesem Moment dürfen sie im Ernstfall weder Informationen einholen noch Entscheidungen treffen, solange keine Vollmacht vorliegt. Helmut Plenk bringt es auf den Punkt: Das beste Geburtstagsgeschenk zur Volljährigkeit – oder besser noch am Tag davor – ist eine Notfallmappe. Sie regelt, wer im Notfall handeln darf, und verhindert, dass wichtige Entscheidungen fremden Personen überlassen werden müssen. Gerade junge Erwachsene sollten sich bewusst machen, dass sie mit der Volljährigkeit nicht nur neue Rechte, sondern auch neue Pflichten übernehmen. Eine Notfallmappe sorgt dafür, dass im Ernstfall alles vorbereitet ist und die Menschen handeln können, denen man vertraut.
Doch Vorsorge ist keine Frage des Alters. Auch Berufstätige, die Verantwortung für Familie und Beruf tragen, profitieren davon, wenn alle wichtigen Unterlagen an einem Ort gebündelt sind. So lässt sich im Ernstfall schnell auf Bankvollmachten, Versicherungsdaten oder medizinische Unterlagen zugreifen. Für ältere Menschen kann die Notfallmappe zudem eine wertvolle Unterstützung sein, um wichtige Kontakte, Medikamentenpläne und persönliche Wünsche festzuhalten. Sie hilft, den eigenen Willen klar zu formulieren und Angehörige zu entlasten.
In seinem Vortrag zeigt Helmut Plenk, wie eine Notfallmappe aufgebaut sein sollte, welche Dokumente wichtig sind und wie man sie aktuell hält. Die Besucherinnen und Besucher erhalten praktische Hinweise, wie sie mit wenigen Schritten für sich und ihre Familien ein hohes Maß an Sicherheit schaffen können. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit dem Referenten auszutauschen.