Die ILE Grüner Dreiberg hat bei ihrer jüngsten Sitzung der Bürgermeister-Lenkungsgruppe in Rinchnach wichtige personelle Weichen gestellt. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des ILE-Vorsitzes nach dem Ausscheiden des bisherigen Vorsitzenden Walter Nirschl infolge der Kommunalwahl. Einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde Kirchbergs Bürgermeister Robert Muhr. Als stellvertretende Vorsitzende bestimmte die Lenkungsgruppe ebenfalls einstimmig Rinchnachs Bürgermeisterin Simone Hilz.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte Simone Hilz als gastgebende Bürgermeisterin die anwesenden Bürgermeisterkollegen, vorrangig die neuen Amtskollegen Stefan Kern aus Bischofsmais und Michael Rankl aus Kirchdorf, die Geschäftsleiter der Gemeinden, sowie Sven Päplow vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern. Ein besonderer Dank galt ILE-Umsetzungsbegleiterin Manuela Topolski, die die Sitzung vorbereitete und im Anschluss die Moderation übernahm.
Im Rückblick wurde deutlich, wie vielfältig die Aktivitäten der ILE Grüner Dreiberg inzwischen aufgestellt sind. Die Veranstaltungsreihe zu aktuellen Themen erfreut sich weiterhin großer Resonanz. So fanden in den vergangenen Monaten Vorträge zu Social Media, Künstlicher Intelligenz, Tierwohl oder Erben und Vererben statt. Sven Päplow informierte zudem, dass die ILE Genusswanderung im Rahmen der letzten Tagung aller Ämter für Ländliche Entwicklung Bayerns als beispielhaftes Tourismusprojekt vorgestellt wurde.
Auch die ILE-Ausbildungsmesse verlief erneut sehr erfolgreich. Der Termin für die nächste Ausbildungsmesse wurde bereits auf den 13. März 2027 festgelegt.
Wie wirtschaftlich die interkommunale Zusammenarbeit sein kann, zeigte sich auch beim erstmals gemeinsam organisierten Motorsägenkurs für die Bauhöfe. Durch die eigenständige Organisation konnten gegenüber externen Angeboten rund 2.500 Euro eingespart werden. Aufgrund des positiven Verlaufs plant die ILE bereits einen weiteren Kurs.
Auch der Blick nach vorne verdeutlichte die große Bandbreite der Zusammenarbeit. Auf dem Programm stehen unter anderem das Kulturmobil mit dem Projektabschluss „ILE meets Technik für Kinder“, die interkommunale Gemeinderatssitzung mit vorgelagerter Firmenbesichtigung in Rinchnach sowie weitere Fachvorträge und gemeinsame Veranstaltungen.
Breiten Raum nahmen zudem aktuelle kommunale Zukunftsthemen ein. Die Bürgermeister tauschten sich unter anderem zur Windkraft und zu den aktuellen Vorranggebieten aus. Intensiv diskutiert wurde auch die Umsetzung des ab 2026 geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Die Gemeinden Bischofsmais, Kirchberg und Rinchnach wollen insbesondere bei der Ferienbetreuung eng zusammenarbeiten und hierfür gemeinsame Lösungen entwickeln.
Darüber hinaus befasste sich die Lenkungsgruppe mit interkommunalen Ansätzen bei Baumkontrolle und Feuerbeschau, einer möglichen gemeinsamen Anschaffung eines Hydrantenprüfgeräts sowie dem Beitritt zum Kompetenznetzwerk Bayern Regional e.V., dem die ILE künftig angehören wird.
Erfreuliche Nachrichten gab es zudem aus Kirchberg: Das Amt für Ländliche Entwicklung stellte in Aussicht, dass das bereits seit Jahren vorbereitete Kernwegeprojekt „Kaltenbrunn – Berneck“ in den Jahren 2026/2027 umgesetzt werden soll. Die Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund 800.000 Euro wird mit bis zu 75 Prozent gefördert und gilt zugleich als Beispiel dafür, welche Vorteile die interkommunale Zusammenarbeit innerhalb einer ILE für die Gemeinden mit sich bringt.