Durchblick im Rentendschungel

Rund 40 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich beim Informationsabend der ILE Grüner Dreiberg in Rinchnach umfassend über das Thema Rente zu informieren. Der ehrenamtliche Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung, Raimund Mathe aus Zwiesel, führte die Zuhörerinnen und Zuhörer durch den komplexen Rentendschungel.

Bürgermeisterin Simone Hilz begrüßte die Gäste und unterstrich: „Wir möchten die Bürger hier bei uns vor Ort gut informiert wissen, zumal sich insbesondere in einem Thema wie Rente die gesetzliche Lage regelmäßig ändern wird“, sagte sie.

Mathe begann mit den Grundlagen. Er erklärte, wie eine Rentenauskunft zu verstehen ist, welche Informationen sie enthält und ab wann man eine solche Auskunft erhält. Besonders wichtig sei, die Daten sorgfältig zu prüfen und sich fehlende Zeiten, beispielsweise wegen Erziehungs- oder Ausbildungszeiten, nachtragen zu lassen. Außerdem klärte Mathe über grundlegende Begriffe wie Rentensatz und Rentenpunkte auf.

Im Anschluss erläuterte er die verschiedenen Rentenformen und ging dabei unter anderem auf die Regelaltersrente und die Rente für besonders langjährig Versicherte ein. Anhand anschaulicher Rechenbeispiele zeigte Mathe, welche Möglichkeiten es gibt, früher in Rente zu gehen und für wen dies tatsächlich infrage kommt.

Auch der Ablauf eines Rentenantrags wurde detailliert besprochen. Die Zuhörer erfuhren, wo ein Antrag gestellt werden kann, welche Unterlagen notwendig sind und an welche Stellen man sich bei Fragen wenden kann. Besonders erfreulich sei, so Mathe, dass die Gemeinde Rinchnach mit Regina Weinberger eine eigene Ansprechpartnerin für Rentenfragen in der Verwaltung habe. Andere Kommunen seien hier nicht so gut aufgestellt. Dennoch blieben Menschen ohne lokalen Ansprechpartner nicht allein; Unterstützung könne auch über ehrenamtliche Versichertenberater wie ihn oder über Sozialverbände wie den VdK erfolgen.

Weitere Themen des Vortrags waren die Kranken- und Pflegeversicherung im Rentenalter, deren Beitragspflicht sowie deren Berechnung anhand konkreter Beispiele. Auch die aktuelle Diskussion zur Rentenreform im Bundestag, unter anderem zur Mütter- und zur Zuverdienstregelung, wurde behandelt. Mathe wies darauf hin, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen seien.

Nach dem rund eineinhalbstündigen Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Bandbreite reichte von Zuverdienstmöglichkeiten bei der Witwenrente bis hin zu der Option, Rentenpunkte nachzukaufen. Zum Abschluss dankte Veranstalterin Manuela Topolski insbesondere Raimund Mathe für seinen informativen Vortrag und betonte: „Das Thema ist so vielfältig, und das heutige Interesse zeigt, dass großer Bedarf an Grundinformationen besteht.“

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